Tak København – Zwei perfekte Tage in der dänischen Hauptstadt – Teil I

gallery March 25, 2016 Leave a response

Diese Stadt muss man einfach lieben. Pulsierend aber doch unaufgeregt und entspannt. Kulinarisch top modern mit dem Nachhaltigkeits-Gedanken im Fokus und einfach schön anzuschauen: Dänisches Design trifft nachhaltige Food-Konzepte.
Einen Kurztrip vor Ostern, genau richtig für die Jahres-Zeit und beide noch nie da gewesen. Triftige Gründe sich nach Kopenhagen aufzumachen. Lediglich 340 km von Hamburg mit dem Auto, wählten wir dennoch die entspanntere Variante mit der Bahn. Wie gerne wären wir mit dem Zug gefahren, der auch einen Abschnitt der Strecke mit der Fähre zurücklegt – ein tolles Erlebnis wie aus vielen Erzählungen gehört – und direkt in die Fähre einrollt. Bauarbeiten auf der Strecke machten diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung – wer hat schon Lust auf Schienenersatzverkehr mit dem Bus?! So wurde es die Zugstrecke über Federicia. Unser Hostel (Urban House) lag fußläufig zum Hauptbahnhof, perfekte Ausgangslage die Stadt zu erkunden. Das geht am besten mit dem Rad, überall relativ günstig auszuleihen und sehr entspannt auf den überall sehr gut ausgebauten Radwegen.

Tag 1: Brunch im Cafe Mirabelle, Fahrradtour zum Nyhavn, Bootstour auf dem Kanal, Shopping (Plint), Abendessen im Restaurant Höst.
Zum perfekten Start in den Tag gehört ein guter Kaffee und ein leckeres Frühstück. Beides mehr als vorhanden im Café Mirabelle. Und natürlich gibt neben den Köstlichkeiten auch wieder die Einrichtung was her fürs Auge. Fast alle Gastronomien in Kopenhagen, seien es Cafés oder Restaurants, bieten den freien Blick in die Küche. Meist durch eine sehr stylishe Industrie-Fensterwand mit schwarzen gusseisernen Rahmen. Dann kommt der Kaffee. Weltklasse. Dieser kommt aus mehr als fairem Handel. Die Jungs von Coffee Collective stehen für einen außergewöhnlichen Geschmack sowie bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für Farmer und Arbeiter weltweit. Passend dazu die organischen und handgemachten Backwaren (90-100% ökologisch) im Mirabelle, die per Fahrrad auch in andere Cafes & Restaurants geliefert werden. Nachhaltigkeit wird hier eben durchgehend groß geschrieben. Unbedingt das Sauerteig-Brot probieren und auch die Croissants, die zu den besten der Stadt zählen.Kopenhagen Café MirabelleKopenhagen Café MirabelleKopenhagen Café Mirabelle

Mit dem Fahrrad geht es Richtung Wasser, zum Nyhavn, der malerischen Hafen-Promenade aus dem 17. Jahrhundert. Die kleinen Segelschiffe und Boote sorgen neben den bunten kleinen Häuschen für ein einladendes maritimes Flair. Essen gehen sollte man allerdings woanders, da die Restaurants doch sehr touristisch anmuten. Die einstündige Kanaltour mit dem Boot sollte man auf jeden Fall machen, die Oper und auch die kleine Meerjungfrau sind vom Wasser aus gut zu sehen. Nach der Rundfahrt geht es mit den Fahrrädern zurück in die City, Zeit zum Shoppen. Auch in Sachen Kleidung merkt man an den vielen kleinen Boutiquen und Concept Stores das dänische Gespür für Design. Viele schöne Küchenuntensilien und Accessoires gibt es u.a. im Plint Store in der Fußgängerzone.Kopenhagen Nyhavn

Kommen wir nun zum ersten Highlight: das Signature Menü im Restaurant Höst. Zu Recht schreiben die Macher in ihrer Karte: „Wir werden euch den ganzen Abend mit Essen, Weinen und Gastfreundschaft pampern.“ Der Service, die Qualität des Essens und der Weine, das Ambiente; allesamt Extraklasse. Locker und freundlich wird uns jeder Wunsch von den Lippen gelesen. Moderne und puristische Möbel, in dem industriellen Raum mit Waschbeton-Boden und weißen Fenstern, an deren Rahmen der Lack abblättert. Aufgelockert wird die Atmosphäre durch große grüne Topf-Pflanzen. Auf dem Tisch kleine Accessoires, die man am liebsten direkt mit nach Hause nehmen möchte. Plötzlich Rauch und brennender Tannenzweig Geruch. Die Vorspeise kommt. Norwegischer Hummer mit einem frittierten Hühnerfuß und dem abgebrannten Tannenzweig. Richtig gelesen. Auch hier zählt wieder der nachhaltige Gedanke alles vom Tier zu verarbeiten und nicht nur die „Filetstücke“. Hier einfach die Haut abknabbern, lecker, wie beim Grill-Hähnchen. Auch die weiteren Gänge überzeugen durch vielseitige Aromen und Kreativität. Aus dem ursprünglichen 3-Gang-Menü wird schnell ein 6-Gang Menü, wenn man die etlichen Überraschungen und Grüße aus der Küche hinzuzieht. Sehr lecker, auch die korrespondierenden Weine. Und das alles für einen fairen Preis, bezogen auf Kopenhagen. Das hat sich die Cofoco – die „Copenhagen Food Consulting“ zum Ziel gemacht, eine kleine Auswahl Speisen, meist fixe Menüs zu bezahlbaren Preisen, ohne dass die Qualität leidet. Tolle Idee, gut umgesetztes Konzept. Sollte es auch in anderen Städten geben. Für die Zukunft wird es also reichlich Restaurants geben, die wir in Kopenhagen noch besuchen können. We will be back.Kopenhagen Restaurant HöstKopenhagen Restaurant HöstKopenhagen Restaurant Höst

Im zweiten Teil geht es mit dem zweiten Tag weiter, u.a. mit Christiania, einer leckeren Creperie und einem weiteren TOP-Restaurant.

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